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Sie war die Göttliche

Ihre Drei-Oktaven-Stimme machte Sarah Vaughan zur bedeutendsten Sängerin der Jazzgeschichte. Dass sie auch eine brillante Pianistin war, ist hundert Jahre nach ihrer Geburt dagegen fast vergessen. Eine Würdigung.

Von Sven Thielmann

Ob sie ihren Spitznamen „Sassy“ ihrer schicken Erscheinung oder aber ihrem nur im privaten Kreis durchaus kessen Mundwerk verdankte, darüber gehen die Meinungen auseinander. Das Publikum nannte sie jedenfalls bald „The Divine One“, die göttliche Sarah Vaughan. Wobei manche übersahen, dass sie im Gegensatz zu ihrer Antipodin Billie Holliday alles andere als ein „natural singer“ war – mit Klavierunterricht ab sieben und exzellenter Stimmschulung in einem Kirchenchor. Eine fundierte Ausbildung erhielt sie auch an der Newark’s Arts High School. „Während ich in der Schulband Klavier spielte“, sagte sie 1961 in einem Downbeat-Interview, „lernte ich, Musik auseinanderzunehmen, die Noten zu analysieren und sie wieder zusammenzusetzen. Auf diese Weise habe ich gelernt, anders zu singen als die anderen Sängerinnen und Sänger.“

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