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Smetanas Welt

„Die Moldau“ aus seinem Zyklus „Mein Vaterland“ machte ihn unsterblich. Eine Spurensuche zum 200. Geburtstag von Bedřich Smetana am 2. März.

Von Gerald Felber

Šárka, die Anführerin des frühfeministischen Vereins, wurde sowohl zur Namensgeberin des Felsentals, das heute zum romantischen Spaziergangs- und sogar Badeort geworden ist, wie auch des dritten Teils von Smetanas „Má Vlast“, in den er neben ihrer Zerrissenheit zwischen Liebe und Hass auch die inzwischen kultivierte, früher aber schroff abweisende Rauheit des Schauplatzes einkomponiert hat. Am Ende erreicht auch das Šárka-Tal jenen Fluss, der dank Smetanas Kunst zum Klassik-Weltbegriff geworden ist – wobei sein tschechischer Name Vltava mit seiner helleren und härteren Akzentuierung den Charakter besser trifft als das gemütlich-behagliche deutsche Moldau. Denn über weite Strecken wand sich das Gewässer – jedenfalls noch zu Zeiten des Komponisten – durch relativ enge Täler. Auch heute noch kann sich, wer partout genau am Ufer entlangwandern will, in einigen eng herantretenden Felspartien bös verklettern. Wem das geschieht, der denkt dann vielleicht nicht nur an die Tondichtung, sondern auch an Smetanas letzte Oper von der „Teufelswand“, deren beeindruckende Reste sich am südböhmischen Vltava-Oberlauf zwischen der Burg Rožmberk und dem Kloster Vyšší Brod finden.

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